Counter-Strike: Anthology

Bei der Counter-Strike: Anthology handelt es sich um ein von Valve veröffentlichtes Bundle bestehend aus zwei Spielen, nämlich der Originalversion des teambasierten Ego-Shooters Counter-Strike sowie der Singleplayer-Auskopplung Counter-Strike: Condition Zero, der als offizieller Nachfolger zum klassischen Counter-Strike angedacht war, jedoch trotz des zusätzlichen Multiplayer-Parts von der Community nie als solcher angenommen wurde. Beide Spiele nutzen die GoldSrc-Engine, die auch bei Half-Life zum Einsatz kam. Einen echten Nachfolger hat dieses Bundle nicht.


Bei Counter-Strike kämpfen zwei rivalisierende Teams, die Terroristen (T) und die Counter-Terroristen (CT) um die Erfüllung eines, je nach Karte unterschiedlichen, Spielziels, beispielsweise das Legen und Verteidigen einer Bombe oder das Retten von Geiseln aus der Hand der Terroristen. Dazu stehen den Spielern neben der Grundausrüstung bestehend aus einer Pistole und einem Messer ein kaufbares Arsenal von Waffen zur Verfügung, die allesamt realen Vorbildern ähneln und in den meisten Fällen auch so heißen. Außerdem gibt es Granaten und weitere Hilfsmittel wie Entschärfungs-Kits oder Kevlar-Panzerungen. Abgesehen von der Grundausrüstung kosten alle Waffen Geld, das entweder durch Abschüsse oder das Erfüllen der Kartenziele bzw. Rundensiege verdient werden kann. Im Regelfall dauert ein Spiel mehrere Runden oder endet nach einer vordefinierten Zeitperiode.

Zwar enthält Counter-Strike: Condition Zero auch den von Counter-Strike bekannten Multiplayermodus, bekannt ist dieses Spiel aber vor allem für seine Einzelspielermodi, von denen es zwei Stück gibt. Bei Ersterem handelt es sich um klassisches Deathmatch im Turniermodus, das ausschließlich gegen und mit Bots, also computergesteuerten Gegnern gespielt wird. Für Abschüsse und Rundensiege kann der Spieler bessere Waffen, aber auch Mitspieler erwerben, die ihm helfen, während jeder neue Kampf einen höheren Schwierigkeitsgrad aufwartet. Beim zweiten Modus handelt es sich um die „Deleted Scenes“, ein von einem Fremdhersteller entwickeltes „Einzelspieler-Counter-Strike“, das nie veröffentlicht wurde und bei dem es im Wesentlichen lediglich um das Durchqueren einer Karte von A nach B geht, die mit Bots verschiedener Bewaffnungen und Stärken gefüllt sind.

Auch heute noch erreicht Counter-Strike eine Spieleranzahl von etwa 5.000 bis 20.000, was angesichts der bereits zwei Nachfolger recht beeindruckend ist. Ein Grund dafür ist die besonders aktive Community, aber auch das teilweise einzigartige Verhalten, denn gerade bei Counter-Strike: Source haben sich so viele Mechanismen geändert, das einige Spieler lieber die Klassik-Version weitergespielt haben. Selbst im eSport ist das klassische Counter-Strike noch eine feste Größe, obwohl es selbstverständlich kaum noch mit aktuellen Spielen mithalten kann. Auch auf LAN-Partys erfreut es sich großer Beliebtheit, was daran liegt, das heutige Spiele nur noch im Internet gespielt werden können.