Portal 2

Ein Spiel zu erschaffen, das mutmaßlich eine ungemein hohe Qualität besitzt, ist schwer. Umso schwerer ist es Erwartungen zu erfüllen, die sich beim Nachfolger eines solchen Spiels ergeben. Valve Entertainment nahm sich mit Portal 2 dieser Aufgabe an und veröffentlichte 2011 mit dem Puzzle-Adventure das Sequel zu einem der am besten bewerteten Spiele der vorherigen Jahre. Schon nach der Ankündigung auf der Electronic Expo in Los Angeles wurde der Titel bei den Game Critics Awards als unter anderem bestes Spiel ausgezeichnet – knapp ein Jahr vor der eigentlichen Veröffentlichung.


Wie auch im ersten Teil von Portal spielt man in Portal 2 die junge Frau Chell, die noch immer in der Einrichtung von Aperture Science gefangen ist. Der Roboter Wheatley befreit sie aus einem Dauerschlaf, zieht aber so auch die Aufmerksamkeit von GLaDOS, dem zynisch-sarkastischen Kontrollorgan von Aperture, auf die beiden. GLaDOS will Rache und kreiert deswegen in der halb verfallenen Fabrik neue Testkammern, aus denen Chell entkommen muss. Die Flucht vor GLaDOS sowie die anderen haarsträubenden Abenteuer in der Fabrik von Aperture Science sind im Vergleich zum Vorgänger Portal mit mehr als doppelt so langer Spielzeit bedacht, ohne dabei den Geist der Serie außer Acht zu lassen.

Das Spielprinzip von Portal 2 gleicht dem seines Vorgängers. Aus der Ego-Perspektive steuert man Chell durch die Testkammern und verschießt mit einer Portalkanone ein oranges und ein blaues Portal, die miteinander ein zusammenhängendes Loch bilden. Der Spieler muss dabei sein Auge nicht nur auf die vereinzelten Geschütztürme und gefährlichen Abgründe werfen, sondern auch immer die Umgebung im Blick behalten, um mit ihr die verschiedenen Rätsel des knapp zehn Stunden andauernden Spiels zu bewältigen. Im Gegensatz zum Vorgänger beinhaltet Portal 2 allerdings auch einen Koop-Modus für zwei Spieler, der ebenso für mehrere Stunden an das Puzzle-Adventure zu fesseln vermag. Hier steuern die beiden Spieler zwei Testroboter, die als Testsubjekte mit den Portalkanonen verschiedene Rätselkammern absolvieren müssen. Diese Puzzle sind dabei ähnlich aufgebaut wie im Einzelspieler-Modus, werden allerdings mit zunehmender Spielzeit kniffliger und benötigen den Einsatz aller vier Portale, die sich auf diese Weise generieren lassen.