Half-Life 3: Newell – Keine neue Source Engine für Half-Life 3

Bei Valve gibt es keine Pläne, die altgediente Source Engine durch eine Neuentwicklung abzulösen. Das stellte Gabe Newell, CEO des Spiele Herstellers Valve, in einem Interview mit dem Magazin „Develop” klar. Ihm zufolge erfüllen kontinuierliche Updates der vorhandenen Engine ihren Zweck sehr gut.


Seit der Veröffentlichung von Half-Life 2 im Jahr 2004 setzt Valve auf die Source Engine – und die hat schon einiges geschultert: von Counter-Strike über Portal, Team Fortress 2 und beide Teile von Left 4 Dead bis hin zu Portal 2. Sogar das angekündigte Dota 2 aus dem MOBA-Genre soll die Engine verwenden. „There are lot of advantages on iterating on a mature and stable and shipped codebase, as opposed to starting over again”, so Newell. „I think that incremental updates model has worked really well for us.”

Das Newell-Interview ist eines von fünf, das „Develop” mit Entscheidungsträgern von Valve führte. Auch die anderen sind interessant. So erfährt man vom Chefentwickler von Team Fortress 2, Robin Walker, dass ein 20 bis 30 Mitarbeiter starkes Team ständig mit der Weiterentwicklung der Source Engine beschäftigt sei. Projektmanager Erik Johnson fügte hinzu, dass die Engine unter dem Zeitdruck der vielen neuen Releases in den vergangenen Jahren etwas zu kurz gekommen sei und wieder stärker in sie investiert werden müsse.

Newell sieht aktuell keine natürliche Grenze für die Weiterentwicklung der Source Engine. Allerdings könnten Innovationen bei der PC-Hardware weiterreichende Änderungen nötig machen, etwa eine neue Prozessor-Technologie.

Die Interviews bieten interessante Einblicke in die Arbeit eines hochinnovativen Entwickler-Studios. Was sie nicht bieten, sind wieder einmal konkrete Auskünfte über den Stand bei Half-Life 3.