SteamOS: Gearboxchef möchte must-buy-product für SteamOS

Um konkurrenzfähig zu bleiben, stellt Valve ein neues Hardwarekonzept vor. Doch bisher gibt es keinen Pflichtkauftitel für die neue Hardware und wenn es nach Valve geht, so bleibt dies auch so.


Die Valve Corporation aus Washington veröffentlichte 2013 den SteamOS, ein kostenloses Betriebssystem für Gamer. Dazu passend gibt es die Hardware Steam Machines, sowie Steam Controller. So möchte man bei Valve die Wohnzimmer der Spieler erobern und andere Anbieter wie Windows und deren Plattform für Spiele angreifen. Doch bei all den Neuerungen wartet man vergeblich auf die Verkündung eines Exklusivspieles für die Offensive von Valve. Viele sehen in einem dritten Teil von Half-Life ein würdiges Spiel, um ausschließlich auf dieser neuen Plattform angeboten zu werden. Doch Valve hat anscheinend andere Pläne. Das enttäuscht nicht nur Fans und Fachpresse, auch der Gearboxchef Randy Pitchford hatte bereits den Ego-Shooter Half-Live 3 als Pflichtkauftitel angesehen, ja sogar gefordert, nachdem klar wurde, dass Valve nichts dergleichen geplant hat.

Gearbox Software entwickelte bereits die ersten zwei Teile von Half-Life für Valve und hätte Opposing Force aus dem Jahr 1999 und Blue Shift aus dem Jahr 2001 gerne noch einen dritten Teil hinzugefügt. Nach Meinung Pitchfords wäre es nötig gewesen, die Kunden mit einem dritten Teil an Valve und sein SteamOS zu binden, er stößt jedoch mit seiner Meinung auf taube Ohren.

Doch was steckt hinter der Weigerung von Valve ein Alleinstellungsmerkmal in Form von einem oder mehreren Exklusivspielen zu erreichen? Die Köpfe von Valve sehen es nicht als ihre Firmenphilosophie an, Spiele exklusiv nur über ihre Plattform der Gaming-Community zugänglich zu machen. Die kreativen Macher hinter den vielzähligen Computerspielen sollen laut den Chefs von Valve ihre Spiele auf so vielen Plattformen wie möglich anbieten, Exklusivität für SteamOS oder Steam Machines ist laut Greg Comer nicht vorgesehen. So möchte man verhindern, dass Plattformen gewechselt und Freunde oder Spiele verloren werden. Das erklärte Ziel von Greg Comer und seinem Unternehmen ist es, plattformunabhängige Steams zu schaffen.

So wartet man auch im Zuge der Hardware-Offensive von Valve also vergeblich auf eine Zielgruppenerweiterung basierend auf der Geschichte von Gordon Freeman, dem Helden aus den beiden Half-Live Spielen.

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